Diabetes Blog Woche: Geschichten, die das Leben schrieb

Hallo ihr Lieben.

Das Thema heute: Geschichten, die das Leben schrieb. Da fallen mir als erstes Geschichten ein, in denen irgendwas schief lief, in denen ich mal wieder meine Schusseligkeit unter Beweis gestellt hab und ähnliches. Aber lest selbst.

Vor vier Jahren hat meine Trotteligkeit zugeschlagen. Meine Mama hatte Geburtstag und da ich zu der Zeit ca. 1,5 Std von meinen Eltern entfernt gewohnt habe, wollte ich sie überraschen. Den ganzen Vorabend habe ich mühsam an einer Geburtstagstorte gebastelt während sie dachte, dass ich wegen dem Unistress leider nicht vorbei kommen kann. Ich hab mich diebisch gefreut! Am Morgen von ihrem Geburtstag bin ich schnell unter die Dusche gehopst, hab meine Sachen zusammen geschmissen und die Torte eingepackt und bin los. Auf der Autobahn angekommen staune ich noch darüber, wie viel Stau grad in der Gegenrichtung ist als mich ein ungutes Gefühl beschleicht. Der aufmerksame Leser wird in diesem Moment schon einen Verdacht haben und die Pumpies unter euch kennen vermutlich diesen panischen Griff an die Stelle, an der sich normalerweise eure Pumpe befindet. Ich sage normalerweise, denn dummerweise lag diese immer noch im Badezimmer während ich schon auf der Autobahn  unterwegs war und den Stau in der Gegenrichtung bestaunte – der mich dann auch daran hinderte, umzudrehen und zurück zu fahren. Stattdessen rief ich meine Schwester an und hab sie in die Apotheke geschickt, um mir Einmalspritzen zu organisieren. Eine Insulinampulle hatte ich ja eh dabei, aber meine einzelne Einmalspritze die ich für Notfälle immer dabei hab wollte ich jetzt nicht für 2 Tage verwenden. Zum Glück hat es dann auch funktioniert alle 2-3 Stunden zu messen und mein Basal so zu spritzen (AUCH NACHTS!).

Aufgrund eines blöden Missgeschicks konnte ich immerhin mal die netten Mitarbeiter von Diaexpert persönlich kennen lernen. Meine Pumpe zeigte mir an, dass sie gerne mal wieder eine neue Batterie haben wollte. Gut, kein Problem. Da ich leider meinen Schlüssel für den Batteriefachdeckel verloren habe nahm ich einfach ein 5 Cent Stück, das hat ungefähr die gleiche Größe. Die letzten 200 Mal hat das auch prima geklappt, aber einmal ist ja immer das erste Mal. Irgendwie hat die Münze den Rand total ausgefranst und ich hab den Decke gar nicht mehr aufbekommen. Shit! Und nun? Zum Glück hat Diaexpert eine Filliale in der Nähe und ich bin dort mal auf gut Glück hingefahren. Dort wurde ich sehr freundlichen begrüßt (und auch nur ganz kurz ausgelacht)  und nach einer längeren Suche nach einem Schraubenzieher wurde nicht nur die leere Batterie befreit, ich habe auch gleich einen neuen Deckel + Schlüssel bekommen. Mit einem Schraubenzieher auf meine Pumpe loszugehen hätte ich mich alleine jetzt nicht unbedingt getraut, aber so hat alles gut geklappt.

Aber nicht alle Probleme die auftauchten lagen an mir. Der richtige Stress ging schon los, als ich grade mit der Diagnose und der Einstellung aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Wir haben eine Liste von Dingen bekommen, die ich brauchte. Das Krankenhaus durfte uns nichts mitgeben und auch kein Rezept ausstellen.  Alle Ärzte, die wir „in der Familie“ hatten, waren im Urlaub, andere, die Papa angesprochen hat, wollten kein Rezept ausstellen ohne mich vorher zu untersuchen. Der  Apotheker, der uns kannte, war zu dem Zeitpunkt krank und hatte eine Vertretung, die uns nicht kannte und auf einem Rezept bestand. Es war Freitagmittag: Kein Arzt war mehr in der Praxis. Also hat Mama die Apothekerin gebeten, im Krankenhaus anzurufen und mit dem Arzt zu sprechen. (Handys waren noch nicht üblich). Das wollte sie nicht, sie wollte ein Rezept. Also nach Hause und mit dem Arzt telefoniert. Der hat dann in der Apotheke angerufen. Ein gefühltes ewiges Hin und Her! Mama hat sich bei der Apotheke den Mund fusslig geredet – und irgendwann hat es geklappt: Bei jedem Teil (und da kam natürlich einiges zusammen: 2 Pens, 2 Insuline, Lanzetten, Teststreifen, Nadeln, usw.) kam von der Apothekerin ein Gebrummel, dass sie das eigentlich nicht machen bräuchte oder dass das eigentlich nicht geht. Wir denken heute noch oft an das Theater zurück.

An sich hab ich die Erfahrung machen dürfen: Shit happens. Aber irgendwie klappt es doch immer 😉

In diesem Sinne: bis Bald

 


dbw

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